Fährten

Fährtenarbeit funktioniert über die Düfte der mechanischen Bodenverletzung, hierbei wird eine Spur (auf Wiese, Acker,...),  gelegt. Je nach Schwierigkeitsgrad (Fährtenprüfung 1-3, Fährtenhund-Prüfung 1-2) variiert die Länge der Fährte zwischen 300 und 1800 Schritten, die Anzahl der Gegenstände zwischen 2 und 7, das Alter der Fährte zwischen 20 und 180 Minuten und die Anzahl der Winkel zwischen 2 und 7 Stück.

Der Hund soll an der Abgangsstelle ausgiebig Witterung nehmen können. Er muss so ausgebildet sein, dass er ruhig, möglichst ohne Einwirkungen des Hundeführers (HF) die Fährte aufnimmt. Die Fährte soll ruhig ausgearbeitet werden, so dass der HF im Schritt folgen kann. Stößt der Hund auf einen Gegenstand, so hat er ihn sofort überzeugend zu verweisen. Das Verweisen kann sitzend, liegend, oder stehend geschehen. Der HF hat sich sofort zu seinem Hund zu begeben und den Gegenstand nach Hochheben an sich zu nehmen. Der HF kann den Hund am Gegenstand loben und lässt ihn danach weiter fährten. Der Hund darf die Verleitung anzeigen und prüfen; wenn er dabei die Fährte nicht verlässt, ist das nicht fehlerhaft.

Folgendes Suchverhalten ist bei Sporthunden gewünscht:

  • intensives und ruhiges Aufnehmen der Witterung am Ansatz mit tiefer Nase
  • der Hund folgt mit tiefer Nase, in gleichmäßigem Tempo, intensiv dem Fährtenverlauf
  • sicheres Ausarbeiten der Winkel
  • sofortige Reaktion am Gegenstand (Aufnehmen oder Verweisen)
  • selbständige Arbeit ohne Einwirkung des Hundeführers wie Aufmunterungen oder Leinenkorrekturen